Eigentlich hatte ich mir für meinen freien Tag so viel vorgenommen: Me Made Mittwoch, Me Made May, das Geburtstagsgeschenk für meinen Freund fertigstellen, und bei gutem Wetter vielleicht einen kleinen Ritt auf dem Pony wagen. Aber nachdem mir gestern Abend ein elend humpelndes Susipony entgegen kam (und damit die Erinnerung an 3 Monate Krankenpflege im letzten Jahr) bin heute zu so gar nichts zu gebrauchen. Wobei – Heulen und Nutellabrote essen geht ganz gut!
Nachdem ich meinen Kalorienbedarf für die kommende Woche gedeckt habe, habe ich beschlossen, mich ein bisschen abzulenken. Und womit kann man sich besser ablenken als mit Nähbloggen?
Ebent.
Aus gegebenem Anlass zeige ich euch heute ausnahmsweise ein Foto, das bereits gestern entstanden ist (besonders gut zu erkennen an dem Namensschildchen, das ich für den anstehenden Praktikumseinsatz angelegt hatte). Das Kleid, das ich trage, ist bereits Anfang April entstanden – doch da der Frühling in Hamburg dieses Jahr leider ausfällt war es noch nicht warm genug, um es wirklich auszuführen. Gestern hatte ich dann die Schnauze voll und habe es mit Strickjacke, Strumpfhose und Schal kurzerhand präfühlingstauglich gemacht.
Es handelt sich dabei um den Schnitt Hazel von Colette Patterns, ein wunderbar simples Sommerkleidchen, das ungefüttert und wirklich ganz einfach zu nähen ist – selbst wenn man wie ich beschließt, alle Nähte als Kappnähte zu arbeiten. In der Schnittvorschau gefiel mir die gestreifte Version derart gut, dass ich bei meinem letzten Stoffgroßeinkauf bei Stoffe.de ein paar Meter einesdünnen Baumwollstreifenstoffes erstand. Der Stoff ist übrigens wirklich dünn und sommerlich, aber überraschend blickdicht – oder könnt ihr erkennen, dass ich den Ausschnitt und die Taillennaht mit schwarzem (!) Schrägband verstürzt habe?
Das Kleid könnte, wie Tasia auch schon bemerkte, ruhig etwas mehr “Poof” im Rockteil haben und ich muss auch zugeben, dass ich mich darin im kühlen Hamburger Frühling etwas nackig fühlte. Im Sommer ist es aber sicherlich ganz herrlich luftig-leicht zu tragen, weshalb ich beschlossen habe, mir noch mindestens eine weitere Version zu nähen.
Bei der Ansicht der Bilder fiel mir ebenfalls auf, wie lang meine Haare wieder geworden sind – Elvis lässt grüßen!
Außerdem stellte ich fest, dass mein Freund Herr Hase schon lange auf seinen nächsten Einsatz hier im Blog warten musste. Der vorwurfsvolle Blick ist kaum zu übersehen!

Heute ist der 1. Mai und damit für mich der 1. Tag des Me Made May, einer Aktion die von Zoe Edwards ins Leben gerufen und in diesem Jahr von diversen einschlägig bekannten Damen aus der deutschsprachigen Nähblogszene frequentiert wird. Nach dem Self Stitched September im letzten Jahr fällt also heute der Startschuss für meinen zweiten Me Made Monat – Zeit für ein feierliches Gelübde!
Hiermit gelobe ich, Sinje Lübbke, im gesamten Mai 2013 jeden Tag mindestens ein handgenähtes Kleidungsstück zu tragen.
That’s it – in Anbetracht der relativ stressigen Zeit zwischen Job, Praktikum und Privatsinjeleben ist mir ein handgenähtes Kleidungsstück am Tag schon Herausforderung genug. Ich bezweifle stark, dass ich jeden Tag mein Outfit bloggen werde – spätestens am Ende einer jeden Woche wird es aber eine Zusammenfassung geben, wie ich mich dabei gefühlt habe (Psychologen-Style!).
Einen schönen 1. Mai und hoffentlich einen schönen freien Tag! Und nun schnell rüber zum MMM-Blog, wo Melleni heute wieder ganz hervorragend angezogen unsere Gastgeberin ist!
PS: Kolletives Daumendrücken dafür, dass das Susipony bad wieder humpelfrei laufen kann, wird sehr geschätzt!
PPS: Keine Sorge, Pferdezähne sehen immer so aus.














